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Betriebliche Gesundheitsförderung

Gefahr Burnout – Die Ursachen verstehen heisst Risiko vermindern

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Stress ist in der heutigen Zeit ein Dauerthema, vor allem unter den Arbeitnehmern, aber auch privat fühlen wir uns zunehmend unter Druck. Selbst die renommierte Weltgesundheitsorganisation WHO deklariert Stress als eines der grössten gesundheitlichen Probleme des 21. Jahrhunderts. Wer die Anzeichen nicht rechtzeitig erkennt und geeignete Antistress-Strategien entwickelt, läuft Gefahr, an einem Burnout zu erkranken. Der Ausdruck „Burnout“ kursierte in den letzten Jahren stark durch die Medien und ist mittlerweile vielen ein Begriff. Doch nur wer die Hintergründe eines Burnouts kennt, kann angemessen auf die kritischen Symptome achten und reagieren.

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Die Entstehung eines Burnouts hängt sehr vom Menschen selbst ab, jedoch sind sich die Wissenschaftler in einem Punkt einig: Das Burnout-Syndrom ist die Folge von chronischem Stress.

Was ist Stress?

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet einfach übersetzt soviel wie „Druck“ oder „Anspannung“. Aus biologischer sowie evolutionstheoretischer Sicht ist Stress äusserst nützlich. Wenn wir in eine Situation kommen, die uns belastet, schüttet der Körper Stresshormone aus, welche das Freisetzen von Energiereserven begünstigen – als Vorbereitung auf eine mögliche Flucht oder einen Kampf.

Welche Auswirkungen hat Stress auf unseren Körper?

Bei der Produktion von Energie in den Zellen entstehen Abfallprodukte, sogenannte „Freie Radikale“. Ist der Körper im Normalzustand, werden diese im Laufe der Zeit wieder abgebaut. Ist der Körper jedoch im Stress-Zustand, wird deutlich mehr Energie produziert, wodurch mehr Freie Radikale entstehen als abgebaut werden können. Diese Freien Radikale greifen die Zellen an und verhindern die Energieproduktion. Dieser Zustand – „oxidativer Stress“ genannt –  führt zu verschiedenen Symptomen wie innerer Unruhe, Schwitzen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Müdigkeit oder Energielosigkeit.

Welche Faktoren führen zu einem Burnout?

Bei chronischem Stress kann als Folge des Zusammenspiels von Faktoren auf zwei Ebenen ein Burnout entstehen. Dabei wird unterschieden zwischen personenexternen sowie personeninternen Persönlichkeitsfaktoren. Personenexterne Faktoren betreffen das eigene Umfeld, sei es bei der Arbeit oder bezüglich der sozialen Begebenheiten. Personeninterne Faktoren wirken auf den Menschen selbst – Beispiele sind hier ein drohender Arbeitsplatzverlust oder Rollen- und Wertekonflikte. Wer sich über längere Zeit gestresst fühlt, sollte sich zuallererst bewusst werden, welche Faktoren die eigentlichen Stress-Auslöser sind.

Burnout vermeiden – Schritt 1: Stressabbau

In einem weiteren Schritt sollte versucht werden, externe Stressoren zu vermindern, also die Bedingungen, welche die Situation auslösen, so gut wie möglich zu verändern. Dazu kann man beispielsweise in sozialen Konflikten lösungsorientierte Gespräche führen, eine hohe Arbeitsbelastung durch Delegation an Mitarbeiter abbauen oder bei zu ambitionierten Deadlines einen Zeitaufschub einfordern.

Burnout vermeiden – Schritt 2: Stressbewältigung

Der Umgang mit schwierigen Situationen ist vergleichbar mit sportlichen Herausforderungen. Jeder Mensch ist unterschiedlich leistungsstark. Ein Teil des Leistungsvermögens ist angeboren, ein anderer lässt sich jedoch antrainieren. Wichtig ist, dass man weiss, auf welche Antistress-Methoden der eigene Körper reagiert und womit man sein Wohlbefinden am besten steigern kann.

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